Was macht die Stiftung Basak?
Ausgangslage
In den Armenvierteln von Istanbul wachsen Hunderte von Kindern, unter ihnen viele Halbwaisen, unter miserablen Bedingungen auf. Die bewaffneten Konflikte im Osten der Türkei haben in den vergangenen Jahren tausende, meist kurdische Familien gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen. Laut UNICEF leben in der Türkei rund eine Million Menschen als Vertriebene im eigenen Land. Viele von ihnen haben sich an der Peripherie Istanbuls niedergelassen. Das Überleben am Stadtrand ist für diese entwurzelten Menschen hart und voller Hindernisse. Kinderarbeit ist an der Tagesordnung. Selbst die Kleinsten können nicht regelmässig die Schule besuchen, sondern müssen helfen, die Familie durchzubringen. Manche sind unter 10 Jahre alt und verrichten bis zu 15 Stunden am Tag schwere körperliche Arbeit in Fabriken und Werkstätten oder als Schuhputzer auf der Strasse. Bereits jeder zehnte Bewohner dieser Bezirke kann weder lesen, noch schreiben. 90 Prozent der Analphabeten sind Mädchen.
Aktivitäten der Basak-Stiftung
Mit kostenlosen Bildungsangeboten gibt die Basak-Stiftung diesen mittellosen Kindern und Jugendlichen eine Chance und hilft ihnen, sich im Umfeld der Grossstadt zurecht zu finden. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Förderung von Mädchen, denen Bildung oft verweigert wird. Siebzig Prozent des Kursangebots der Basak-Stiftung sind deshalb für Mädchen reserviert.
In der geschützten Atmosphäre der Stiftung sollen sich die Kinder schulisch und beruflich bilden sowie handwerkliche und musische Fähigkeiten entfalten können. Die Stiftung vergibt auch Stipendien. Für traumatisierte Kinder wird professionelle psychologische Betreuung angeboten.
Mit ihren wirksamen Aktivitäten beugt die Stiftung der Verwahrlosung vor und kämpft für die Einhaltung der Kinderrechte.
